Jennifer Scholzen

Hundeverhaltensberaterin. Hund-Mensch-Coaching.

-Ein Zuhause ohne Tiere ist einfach nur ein Haus-


Soweit ich denken kann, haben Tiere in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. Ich wurde zwischen Pferden, Hunden, Katzen, Papageien, Schildkröten, Tauben, Hühnern, Hamstern und Kaninchen groß. Jedes verletzte Tier wurde bei uns in der Familie aufgenommen und gesund gepflegt, hatte man Fragen oder brauchte Hilfe, stand die Türe bei uns jederzeit offen: Für Mensch und Tier. Meine Mutter liebte Cocker Spaniel, und so lernte ich schon früh die Liebe zum (Jagd-)Hund. Tagsüber musste unsere Hündin Angie mit mir durch aufgebaute Agility-Parcoure flitzen, am Fahrrad laufen oder das Pferd begleiten, nachts diente sie mir als Kuschelpartner, stiller Zuhörer und bedingungsloser Beschützer. Sie war meine Freundin, meine Begleiterin und ich liebte sie abgöttisch.

Mir war immer klar, dass mein späteres Leben nur mit Hund stattfinden könnte und so kam es, dass 2004 (ich war 27 Jahre alt) meine erste eigene Hündin Shiva bei uns einzog. Gerade einmal 4 Monate alt war sie, fraß mit Vorliebe Terracotta-Figuren aus dem Garten und hatte so ziemlich ihren eigenen Kopf. Dickkopf stieß auf Sturkopf... wer selbst einer ist, weiß ich wovon ich spreche. Doch wir rauften uns zusammen und gehen heute -16 Jahre später- noch immer gemeinsam durch´s Leben. Shiva war und ist mein Ausgleichspol, sie zeigt mir sehr klar wenn ich wieder "zuviel" bin und erdet mich jeden Tag aufs Neue. Sie schlichtet, beruhigt und verbindet, genießt ihr Leben in vollen Zügen und zeigt weiterhin sehr klar was sie will, oder eben auch nicht :-) Ich habe gelernt ihre Macken zu akzeptieren und zu lieben, denn genau das macht sie auch bei mir.  

Durch Sie zog es mich später auch in den griechischen Tierschutz, für den ich seit nunmehr 12 Jahren im Vorstand tätig bin. Die Zeit dort hat mich stark geprägt und verändert, meine Sichtweise auf die bis dato klassische Hundeerziehung wurde grundlegend verändert. Mir wurde klar, dass die Erziehung über Leckerchen, Unterordnung oder Leinenruck nicht das Ziel sein kann, und so begab ich mich auf meinen eigenen Weg. Ich beobachtete die Straßenhunde in den griechischen Tierheimen & Straßen, arbeitete an den Verhaltenschwierigkeiten meiner Pflegehunde hier in Deutschland, trainierte mit Rückgabehunden und besuchte Praxis- und Theorie-Seminare verschiedenster Dozenten. Ich schaute verschiedenen Hundetrainern über die Schulter, begleitete sie bei Trainingseinheiten mit verhaltensauffälligen Hunden und las Fachliteratur. Dazu kam meine Arbeit in einer Hundetagesstätte sowie mein abgeschlossenes Studium als Hundeverhaltensberaterin beim ATN.

Doch erst mit Amari kam der wirkliche Wendepunkt: Sie kam als Pflegehund mit 6 Monaten zu uns, wurde nach einigen Wochen in eine Familie vermittelt. Nach ganzen 2 Monaten kam sie wieder zurück: Mit auffälligen Verhaltensproblemen, abgemagert (weil sie das Futter verweigert hatte) und absolut panisch. Sie versteckte sich täglich in einer Ecke im Schlafzimmer, urinierte -trotz langer Spaziergänge- in unser Bett, rannte panisch und schreiend fort sobald sie Menschen sah und ließ keinerlei Kontakt (außerhalb von uns) zu. Sobald man sie alleine ließ, begann sie zu schreien, zerkaute alles was sie fand und zerstörte Wände, Tapeten und Möbel. Verschiedenste Besuche bei Hundeschulen und -trainern scheiterten, keiner konnte uns helfen. Und so begann ich einfach selbst alles auszuprobieren: Ich lernte durch Erfolg und Misserfolg, was ihr Sicherheit vermittelte oder Vertrauen gab, ging los oder änderte die Richtung wenn es in eine Sackgasse ging. Wir beide hatten einen langen und steinigen Start, doch wir gingen gemeinsam durch alle Instanzen und bekam es schlussendlich auch hin :-) 

Heute ist Amari eine entspannte und ausgeglichene Hündin, die uns mit ihrer lustigen und auch sehr infantilen Art jeden Tag zum Lachen bringt. Sie ist ein Freigeist, ein Tollpatsch und Clown - mit purer Lebensfreude. Sie orientiert sich weiterhin stark an mir, und benötigt im Alltag eine sehr klare und ruhige Führung. Neue Dinge sind noch immer nicht leicht für sie, doch sie vertraut darauf, dass wir das gemeinsam "durchstehen" können. 

Vertrauen ineinander zu haben, die gegenseitigen Fehler zu akzeptieren und nicht ändern zu wollen - das sollte das Ziel einer gesunden Mensch-Hund-Beziehung sein. Voraussetzung dafür ist ein ruhiger Hund mit entspannten Energielevel, der versteht, dass fair und transparent mit ihm umgegangen wird. Gerne zeige ich Ihnen wie man die Basis dafür schafft, es ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken... 



 


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